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Antifa-Camp in der Räterepublik Rheinland

Zur rechten Zeit am rechten Ort: Es wird ein Antifa-Camp im Rheinland geben – mit jeder Menge Veranstaltungen, Infos, Workshops, Kultur, Aktionen – nicht nur für antifaschistische EinsteigerInnen.

Die Themenbreite umfasst u. a.:

Antifa-Arbeit, Tipps & Tricks, Die extreme Rechte, Faschismustheorien, Antirassismus,
Linke Debatte, Kapitalismuskritik, Widerstand im NS, Anarchismus/Kommunismus

Das Camp findet vom 25. bis zum 29. Juni 2008 im Raum Leverkusen statt. Anmeldungen und weitere Infos unter: www.antifa-camp.de.

Veranstaltet wird das Camp von Antifa-Gruppen aus der Region mit Unterstützung zahlreicher linker Gruppen und Initiativen.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Die Opfer von Solingen mahnen uns

15 Jahre nach dem Solinger Brandanschlag:
Widerstand gegen Rassismus und Neofaschismus notwendiger denn je

Der rassistische Brandanschlag von Solingen geschah vor 15 Jahren. Saime Genç wäre heute 19 Jahre, Hülya Genç 24 Jahre, Gülüstan Öztürk 27 Jahre, Hatice Genç 33 Jahre und Gürsün Ince 42 Jahre alt. Wie die fünf Mädchen und Frauen heute leben würden, weiß niemand, dass sie aber in diesem Land, in dieser Stadt ohne Angst leben würden, ist zu bezweifeln. Wie groß die Angst von MigrantInnen vor Anschlägen nach wie vor ist, erfahren wir wieder angesichts der jüngsten Brände in von MigrantInnen bewohnten Wohnhäusern. Dass diese Angst nicht unbegründet ist, zeigt die Tatsache, dass 136 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt seit 1990 in Deutschland verzeichnet werden, weitere Anschläge geschehen und „ausländerfreie Zonen“ geduldet werden!

Der Solinger Brandanschlag von 1993 war nach den Morden von Hoyerswerda, Rostock, Mölln, Lübeck und Hünxe der entsetzliche Höhepunkt einer Welle von rassistischen Pogromen gegen Menschen ausländischer Herkunft in unserem Land. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde durch eine massive mediale und politische Hetze gegen AsylbewerberInnen das Klima des Zusammenlebens vergiftet. Die von der CDU eingeleitete „Asylkampagne“ endete wenige Tage vor dem Solinger Brandanschlag am 26. Mai 1993 mit der faktischen Abschaffung des Asylrechtes durch eine Änderung des Grundgesetzes.

Gedenkkundgebung zum 15. Jahrestag
des Brandanschlags in Solingen
am Donnerstag, dem 29. Mai 2008, um 19.00 Uhr
in Solingen-Mitte, Untere Wernerstraße / Ecke Schweizer Straße.

Demonstration „15 Jahre danach:
Rassismus und Neofaschismus bekämpfen!“
am Samstag, dem 31. Mai 2008, um 12.00 Uhr
ab Solingen-Mitte, Mühlenplatz.

Mobilisierungsseite mit vollständigem Aufruf (deutsch und türkisch)

Nazi-Gedenken in Düsseldorf ein einziges Desaster

Mitglieder der Libertären Gruppe Düsseldorf beteiligten sich heute, am 25. Mai 2008, an den Protestaktivitäten des Bündnisses „Kein Platz für Nazis“.
Notwendig waren diese durch eine Gedenkveranstaltung der revanchistischen „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO) zu Ehren des seit 85 Jahren innerhalb der extremen Rechten als Märtyrer geltenden Freikorps-Angehörigen Albert Leo Schlageter geworden. Der Kranzabwurf alter und neuer Nazis geriet jedoch alles andere als imposant, da kaum dreißig Ewiggestrige den Weg zum 39er-Denkmal auf dem Reeser Platz in Düsseldorf-Golzheim fanden, während die Gegenseite mehr als das Zehnfache an Menschen zu mobilisieren vermochte.
Zudem konnte das massive Auftreten der Staatsgewalt, die mit in der Lokalpresse lancierten Verleumdungen im Vorfeld der antifaschistischen Kundgebung sowie haltlos überzogenen Auflagen am Tag der Protestveranstaltung selbst gewohnt perfide zu Werke ging, nicht verhindern, dass wiederholt Nazi-GegnerInnen direkte Störungen der Gedenkposse gelangen.
Richtig peinlich wurde es für das braune Häuflein dann nach vollzogenem Kranzabwurf: Über den ideologischen Hintergrund ihrer Möchtegernfahrgäste informiert, weigerten sich die FahrerInnen georderter Taxis, die Nazis zu befördern.
Team Green wusste sich schließlich nicht mehr anders zu helfen, als die sichtlich frustrierten Schlageter-Fans in einem Wanderkessel, den wiederum etliche AntifaschistInnen lautstark eskortierten, aus der Gefahrenzone zu geleiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das heutige Schlageter-Gedenken in Düsseldorf ähnlich desaströs verlief wie Schlageters Laufbahn als Rechtsterrorist, die 1923 in einem Essener Hotel endete, in dem er, obwohl zur Fahndung ausgeschrieben, unter seinem richtigen Namen nächtigte…

Pressemitteilung des Bündnisses „Kein Platz für Nazis“

Erklärung des Ermittlungsausschusses

1. Ausgabe des LGD-Infoblattes erschienen!

Voilà, hier ist er,

der STAATSFEIND Nr. 1.

Viel Spaß beim Lesen!

Protest gegen Nazi-Kundgebung

Extreme Rechte plant Kundgebung in Düsseldorf-Golzheim.
Antifa kündigt Gegenaktionen an.

Für den 25. Mai 2008, 15:00 Uhr, mobilisiert die extrem rechte „Junge Landmannschaft Ostdeutschland“ (JLO, ehemals „Junge Landmannschaft Ostpreußen“) zu einem „Schlageter-Gedenken“ vor dem 39er-Denkmal am Reeser Platz.

Anlass ist der 85. Todestag des in der extremen Rechten verehrten und zum Helden und Märtyrer hochstilisierten Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter. Dieser war am 26. Mai 1923 in Düsseldorf wegen Sabotage gegen die französischen Truppen (u.a. einem Sprengstoffanschlag auf die Bahnstrecke bei Düsseldorf-Kalkum) und wegen Spionage hingerichtet worden. »

Es ruft das Bündnis “Keinen Platz für Nazis!” zu einer Gegenkundgebung auf:

Kommt alle am 25. Mai um 14:00 Uhr zum Reeser Platz, Düsseldorf – Golzheim!
(U78/U79)

Aktualisierte Informationen [insbesondere zu der Anreise!] unter: www.antifa-kok.de

Achtung! Am Samstag wird es um 16.30 Uhr im Düsseldorfer Linken Zentrum ein öffentliches Plenum zu den Aktionen geben. Ihr bekommt nicht nur den aktuellen Stand, sondern es wird auch eine gemeinsame praktische Vorbereitung für alle geben – kommt hin!

Etwas Besseres als Staat und Kapital findest du überall – die Libertäre Gruppe Düsseldorf stellt sich vor

Wir leben in Zeiten vermehrter Kriege, und einer durch die Herrschenden ständig gesteigerten Ausbeutung von Mensch und Natur. Einher geht dies mit verschärfter Entrechtung des Individuums, der schrittweisen Abschaffung der wenigen individuellen Freiheiten und zunehmender Überwachung durch die Institution Staat. In diesen Zeiten ist es notwendig, eine Alternative zum herrschenden Chaos aufzuzeigen und sich zu wehren. Notwendig ist der Kampf gegen die antisoziale und unfreiheitliche Herrschaft des Menschen über den Menschen.
Die Zukunft des Menschen kann nicht in seiner Unterordnung unter ein kapitalistisches oder staatskapitalistisches System der Unfreiheit und Ungleichheit liegen. Oder einer sonstig gearteten Form von Obrigkeit.

Das staatliche und kapitalistische System ist nicht am Menschen orientiert, es muss niedergerissen werden. Sein hierarchiches Räderwerk dient einzig und allein der Knechtschaft des Menschen.

Nicht so weiter – eine andere Philosophie

Die Alternative besteht in einem libertären Sozialismus, welcher den Geist der Basisdemokratie und der Räte atmet. Bestehende Kooperative und Kollektive, diese Inseln der Freiheit und Gleichheit, vermögen es alleine nicht, die herrschend Unordnung zu gefährden. Solche libertären Projekte lassen sich jedoch mit der Durchdringung der Arbeiterbewegung durch den sozialen Anarchismus vereinbaren.

Die revolutionäre anarchistische Philosophie und Aktion haben die Befreiung des Individuums und die Gleichberechtigung der Menschheit als Ganzes zum Ziel. Die Ablehnung der real bestehenden Kultur, welche Ausdruck der Werte der herrschenden Klasse ist, deren autoritäre und repressive Strukturen, sind ebenso Schwerpunkte des Kampfes um Selbstbestimmung und Befreiung.

Das Auslesesystem Schule, welches die Jugend der herrschenden Kaste bevorteiligt, dient dazu, die Jugend der unteren gesellschaftlichen Klassen reif für hierarchiche Produktionsabläufe zu machen. Über den Umweg von Familie und Schule umfängt die Gesellschaft das Inviduum, um ihm das Prinzip des Gehorsams einzutrichtern. Das Ergebnis sind gut funktionierende Untertanen am Arbeitsplatz und beim Militär.

Deshalb ist es mehr als notwendig, Initiativen des radikalen Kampfes und des Widerstandes gegen die Funktionen und die Strukturen der Schule zu fördern und deren ideologische Inhalte zurückzuweisen. Die Entwicklung einer speziell anarchistischen Kultur muss entwickelt werden.

Die Revolte der Frauen ist ein bedeutender Teil des libertären Potentials der Protestbewegungen. Wegen der doppelten Unterdrückung, der die Frauen in dieser Gesellschaft ausgesetzt sind, ist es notwendig, die Frauenfeindlichkeit des Herrschaftssystems herauszustellen:

Dies sind vor allem das Patriarchat und seine Folgeerscheinungen. In der gesellschaftlichen Realität sind frauenspezifische Probleme nicht zweitrangig, in ihr sind Frauen nicht frei.
Mit Ausnahme der AnarchosyndikalistInnen, hat sich die jetzt real-existierende sogenannte „Gewerkschaftsbewegung“ in eine systemintegrierende, die kapitalistischen Ausbeuterordnung stützende Struktur verwandelt. Dabei gibt es in verschiedenen Ländern verschiedene Modelle.

In der BRD ist es ein kombiniertes Modell, das Teil des kapitalistischen Systems und des Staates ist, und politische Parteien (vor allem SPD und CDU) unterstützt. Es ist daher notwendig, Alternativen zu bestehenden, das Herrschaftssystem stützende „Gewerkschafts“organisationen, zu unterstützen. Die offiziellen „Gewerkschaften“ dienen nämlich nicht der Befreiung der Menschen, sondern deren Knebelung.

Undogmatisch, antiautoritär – revolutionär

Die Gründung einer libertären FdA-Gruppe im Raum Düsseldorf soll oben genannte Ziele befördern helfen, Realität zu werden. Nicht etwa nur in versteckten Hinterzimmern, bei Punsch und Zigarrettenrauch, soll ein weiterer linker Diskussionszirkel zustande kommen. Theorie und Praxis anarchistischer Zielsetzung sollen stattdessen zum Tragen kommen und im öffentlichen Raum zu wirken beginnen.




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