„Kein Vergeben – Kein Vergessen!“

Aufruf zur antifaschistischen Gedenkdemonstration anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht am 09. November 2008 in Leverkusen

Unter dem Motto „Kein Vergeben – Kein Vergessen!“ wollen wir auch in diesem Jahr den Opfern der Gräueltaten der euphemistisch „Reichskristallnacht“ genannten Ausschreitungen gedenken.
Der 09. November 1938 mit seinen Pogromen ist ein Symbol für faschistischen und antisemitischen Terror, der von der großen Mehrheit der Bevölkerung aktiv unterstützt oder zumindest toleriert wurde. Er ist der Beginn von Deportation, Zwangsarbeit und industriellem Massenmord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens.
Es liegt an uns, den Opfern des Nationalsozialismus, die verfolgt und ermordet wurden, zu gedenken; um sich die „Einzigartigkeit“ der Shoa in Erinnerung zu rufen und dafür zu sorgen, dass sich Derartiges nicht wiederholen kann.
Dazu gehört auch, den Neonazis, die sich positiv auf den Nationalsozialismus beziehen, die den millionenfachen Massenmord relativieren oder leugnen, selbsternannten Bürgerbewegungen die auf Ausgrenzung bauen, und allen die Antisemitismus und rassistische Hetze verbreiten oder sie verharmlosen entschieden entgegenzutreten.
Gleichzeitig wollen wir den allgegenwärtigen Neonazi-Terror thematisieren, da es im letzten Jahr mehrfach zu gewaltsamen Übergriffen auf „Andersdenkende“ durch Neonazis kam.Parallel dazu versucht die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ in Leverkusen Fuß zu fassen, und rassistische Vorurteile unter anderem durch Infostände zu etablieren. Lasst uns deshalb gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus setzen!

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!

Kommt zur antifaschistischen Gedenkdemonstration am 09.11.2008 um 18:00 Uhr in der Bahnhofstraße in Leverkusen-Opladen

Treffpunkt Düsseldorf: 16:40 Uhr Ufa Kino/HBF

» weitere Informationen

Antirassistische Demonstration am 29. November 2008 in Neuss

Auch in diesem Jahr steht der 25. November weltweit im Zeichen des Kampfes um Befreiung von Formen gegen Frauen gerichteter Gewalt.

Diese Tradition geht zurück auf das Schicksal dreier Frauen, die 1960 in der Dominikanischen Republik nach einem Besuch politischer Gefangener von Schergen des Trujillo-Regimes vergewaltigt und ermordet wurden. Der 1982 von lateinamerikanischen Aktivistinnen eingeführte Internationale Frauenaktionstag sollte der hiesigen Linken als Anlass dienen, Stellung gegen institutionellen und gesellschaftlichen Sexismus in der BRD zu beziehen. Hiervon betroffen sind beispielsweise in die Mühlen der rassistischen Abschiebepraxis geratene Migrantinnen.
An wenigen Orten in der BRD wird dies ähnlich deutlich wie im niederrheinischen Neuss, wo seit 1993 der bundesweit einzige Frauenabschiebeknast in Betrieb ist. Derzeit sind in der JVA an der Grünstraße mitten in der Neusser Innenstadt circa 20 von Abschiebung bedrohte Frauen inhaftiert. Abschiebehaft bedeutet für die bis zu 18 Monate lang Inhaftierten ein “Leben” hinter Mauern und Sicherheitsdraht, bewacht von bewaffnetem JVA-Personal. Der psychische Druck, der hier auf die Frauen ausgeübt wird, ist schier unvorstellbar.

Diese Zustände dürfen nicht widerstandslos hingenommen werden!

Deshalb beteiligt euch an der Demo gegen den Neusser Frauenabschiebeknast!

Den sexistischen und rassistischen Normalzustand brechen! Staatlichen Rassismus bekämpfen!

29. November 2008 – 14 Uhr – Marienkirchplatz (Hauptausgang Hbf Neuss)

Den ganzen Aufruf gibt es hier zu lesen:

www.antifaneuss.tk

Erfolgreicher antirassistischer Aktionstag in Neuss

Am Samstag, dem 30. August 2008, wurde im Rahmen der internationalen Kampagne „Tag ohne Abschiebung“ auch vor der bundesweit einzigen Frauenabschiebehaftanstalt auf der Grünstraße in Neuss demonstriert. Mindestens 250 Menschen setzten im Laufe des von 15 bis 24 Uhr andauernden Aktionstages ein deutliches Zeichen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus. Sie erwartete ein buntes Programm, das u. a. Redebeiträge, eine Ausstellung, Live-Musik und einen Kabarett-Auftritt umfasste. Im Zuge parallel stattfindender dezentraler Aktionen wurden auch die BesucherInnen des Neusser Schützenfestes über die Situation der in Neuss unter inakzeptablen Bedingungen inhaftierten Frauen sowie die menschenverachtende Flüchtlingspolitik, die allein an den EU-Außengrenzen 2007 etwa 2000 Todesopfer forderte, informiert.
Der Aktionstag verlief in einer entspannten, aber kämpferischen, von Solidarität mit Flüchtlingen überall auf der Welt geprägten Atmosphäre. Die InitiatorInnen werten die Veranstaltung als Erfolg und kündigen an, dass sie nicht die letzte dieser Art in Neuss bleiben wird.

Wer nicht PASSt, kommt in den Knast…

Antirassistischer Aktionstag in Neuss am 30. August 2008

Am Samstag, dem 30. August 2008, werden im deutschsprachigen Raum vielerorts unter dem Motto „Tag ohne Abschiebung“ dezentrale Aktionen stattfinden.Ihr Ziel besteht darin, durch Demonstrationen, Blockaden, Ämterbesuche und Formen kreativen Protestes Sand ins Getriebe des menschenverachtenden Abschiebeapparates zu streuen und den Blick auf die rassistischen Schikanen und Angriffe von Behörden, Polizei und Neonazis zu lenken.
Die Aktionstage reihen sich ein in die internationalen Kämpfe gegen die paramilitärische Abschottung der Festung Europa, an deren Außengrenzen allein im Jahr 2007 knapp 2000 Flüchtlinge ihr Leben ließen. Sie richtet sich gegen den rassistischen Normalzustand, in dem verzweifelte und schutzbedürftige Menschen kriminalisiert, gejagt, bis zu 18 Monate lang in Abschiebehaft gehalten und häufig in den sicheren Tod deportiert werden.

Der 30. August wurde als symbolisches Datum für die inhumane Migrationspolitik der BRD gewählt. So starb etwa am 30. August 1999 der Abschiebehäftling Rachid Sbaai in einer Arrestzelle der JVA Büren qualvoll an einer Rauchvergiftung.

Auch in Neuss besteht die Möglichkeit, am 30. August 2008 ein Zeichen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus zu setzen und sich mit den Opfern des Abschiebesystems solidarisch zu erklären. In der BRD gibt es wenige Orte, die dazu geeigneter wären als die Neusser Grünstraße, wo seit 1993 der bundesweit einzige Abschiebeknast für Frauen betrieben wird.

Im Rahmen eines Aktionstages werden wir daher von 15:00 bis 00:00 Uhr unmittelbar vor dem Abschiebeknast in Neuss auf die Situation von MigrantInnen aufmerksam machen. Das Programm wird von Menschen und Gruppen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen gestaltet und umfasst u. a. Vorträge, Live-Musik und subversive Spiele.

Alle interessierten Menschen sind herzlich eingeladen, sich aktiv in die Vorbereitung und Durchführung des Aktionstages einzubringen.

Alles Weitere unter:

www.toaneuss.blogsport.de

Den internationalen RassistInnenkongress in Köln verhindern!

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln“ wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (von klassischen Neonazis bis hin zu vermeintlich biederen Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel islamkritischer Positionen menschenverachtende Hetzpropaganda betreiben.

In der gesamten Rhein-Ruhr-Region wird hiergegen mobil gemacht. Mit Massenblockaden will ein breites Bündnis das Fascho-Treffen verhindern. Des Weiteren werden im Vorfeld zwei Kongresse von linker Seite zum Thema stattfinden. Auch in Düsseldorf und Umgebung sind diverse Veranstaltungen und Aktionstrainings geplant.

Beteiligt euch an den Massenblockaden rund um den Ort des Nazi-Kongresses!

Seid kreativ!

Sie kommen nicht durch!

Aktualisierte Informationen unter:

www.hingesetzt.mobi

Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Häuser klaut!

Heute kam es aus Protest gegen den polizeilichen Übergriff auf die Hamburger Rote Flora (siehe Erklärung der Roten Flora) zu einer Spontan-Demo in Düsseldorf. Knapp sechzig Menschen aus linksradikalen Zusammenhängen zogen gegen 18.00 Uhr vom Hauptbahnhof los. Ihr Weg führte sie über mehrere Hauptverkehrsstraßen bis in die gut besuchte Altstadt. Die sichtlich überraschte Polizei war erst nach einer Weile präsent und ließ sich durch wiederholte Geschwindigkeits- und Richtungswechsel zusätzlich irritieren. Das Anliegen der Demo wurde durch Transparente, Flugblätter, kurze Redebeiträge und lautstark vorgetragene Parolen vermittelt. Körperliche Konfrontationen mit der Staatsgewalt blieben aus, wenn mensch von einem Bullen absieht, der sich offenbar in seiner Ehre gekränkt fühlte, als ein Demonstrant kurz an „seinem“ Fahrzeug lehnte. Nachdem er von der Absurdität seines Vorhabens, den Übeltäter im Alleingang aus dem Demonstrationszug zu zerren, überzeugt worden war, beruhigte sich die Lage jedoch rasch wieder.
Insgesamt konnte mit der heutigen Aktion auch in Düsseldorf ein kleines, aber feines Zeichen der Solidarität mit der Roten Flora gesetzt werden.

Indymedia-Artikel zur Soli-Demo

Den Naziaufmarsch in Bonn verhindern!

Die Antifa Bonn/Rhein-Sieg ruft zur Blockade der Nazidemo am 12. Juli 2008 in Bonn-Duisdorf auf.

Demo Bonn

In Bonn hat sich ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, Institutionen und linksradikalen Gruppen unter dem Motto „Kein Fußbreit den Faschisten“ gegen den geplanten Aufmarsch…versuch formiert. Wir sagen ganz klar: Den Nazis entschlossen entgegentreten! In Zeiten technisch hochgerüsteter Polizeieinsätze kann eine effektive Verhinderung nur durch eine hohe Zahl an Teilnehmenden gelingen. Daher unterstützen wir die geplante Blockade des Bündnisses, in dem es viel Platz für die unterschiedlichsten Protestformen geben wird. Die Demonstration der Nazis soll von Anfang an scheitern. Wenn ihr auch eine_n abbekommen wollt: Kommt am 12. Juli 2008 nach Bonn! Wir haben gelernt zu teilen…

Aktualisierte Informationen auf der Mobilisierungsseite:

http://www.bonn-nazifrei.de.vu

Gemeint sind wir alle: Soli-Brunch am 26. Juni 2008 um 12.00 Uhr vor dem Amtsgericht Neuss

Am Donnerstag, dem 26. Juni 2008, wird es ab 13.30 Uhr vor dem Neusser Amtsgericht zu einem Verfahren gegen einen Antifaschisten kommen.

Hintergrund des Prozesses sind Geschehnisse, die sich vergangenen Oktober am Rande der Neonazi-Demo in Neuss abspielten: Der Angeklagte wollte seinem legitimen Protest in Hör- und Sichtweite des braunen Aufmarsches Ausdruck verleihen. Wie hunderte weitere AntifaschistInnen wurde er hieran von einem massiven Polizeiaufgebot gewaltsam gehindert. Schmerzhafte Verletzungen waren die Folge. Zu allem Überfluss soll sein Eintreten gegen den ersten Nazi-Aufzug in Neuss seit dem Ende des „Dritten Reiches“ nun auch noch kriminalisiert werden! Die gegen ihn in Gang gesetzte Repression gipfelt in einer hohen Schadensersatzforderung aufgrund der Schäden an einem PKW. Verursacht wurden diese durch brutale Einsatzkräfte, die den Betroffenen bei seiner Ingewahrsamnahme auf die Motorhaube des Fahrzeugs schleuderten. Auch die auf strafrechtlicher Ebene erhobenen Vorwürfe zielen offenkundig darauf ab, ein Exempel gegen antifaschistisches Engagement zu statuieren.

Der angeklagte Antifaschist benötigt nun unsere moralische Unterstützung. Zeigen wir sie ihm durch zahlreiches Erscheinen bei seinem Prozess. Für das leibliche Wohl antifaschistischer ProzessbeobachterInnen wird eine UnterstützerInnen-Gruppe ab 12.00 Uhr vor dem Neusser Amtsgericht im Rahmen eines Soli-Brunches sorgen!!!

Prozessbericht auf Indymedia

Den 30. August 2008 zum Tag ohne Abschiebung machen!

Dezentraler Aktionstag ohne Abschiebungen – gemeinsam legen wir das Abschiebesystem lahm!

Überall in der BRD und Österreich werden wir um den 30. August 2008 herum blockieren, stören, verhindern. Unser Protest richtet sich gegen das System der Migrationskontrolle, gegen die Selektion von EinwanderInnen und gegen die Brutalität des Abschiebesystems.

Wir beharren dagegen auf dem Recht zu wandern, auf dem Recht zu bleiben, auf dem Recht auf Bewegungsfreiheit. Unsere Solidarität gilt den Verfolgten, den Illegalisierten, den Ausgebeuteten, den Abenteurern!

Wir legen das Abschiebesystem lahm – mit Aktionen an Abschiebeknästen und –lagern, bei Ausländerbehörden, auf Flughäfen und bei Profiteuren – bei allen Agenten der rassistischen Behandlung und Kontrolle von Menschen.

Wir erklären uns solidarisch mit allen, die für ein Bleiberecht kämpfen, die sich wehren gegen die Zumutungen der rassistischen Sondergesetze für Flüchtlinge und MigrantInnen, die Abschiebungen verhindern, die sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit nehmen.
Mit dem Aktionstag reihen wir uns ein in die alltäglichen Kämpfe um Würde und Rechte.

Mit Demonstrationen, Blockaden, Ämterbesuchen und kreativen Protestaktionen werden wir Sand ins Getriebe streuen. So wollen wir den Blick auf die Unmenschlichkeit der Zuwanderungsverhinderung lenken, auf die rassistischen Schikanen und Angriffe von Behörden, Polizei und Nazis und die Diskriminierung durch Sondergesetze wie Residenzpflicht, Abschiebehaft und Lagerunterbringung.

Beteiligt euch mit eigenen Aktionen am Tag ohne Abschiebungen – damit das Migrationsregime Geschichte wird!

Haltet euch auf dem Laufenden unter:
http://abschiebefrei.blogsport.de.

Öko-anarchistisches Barrio

Anders leben: selbstorganisiert, offen, radikal, von unten – auf dem Klima-Camp in Hamburg vom 15. bis zum 24. August 2008

Der Klimawandel ist eine nicht mehr abzustreitende Tatsache. Wir wollen nicht nur darüber reden, sondern etwas dagegen tun! Wege dazu möchten wir in dem öko-anarchistischen Barrio finden und ausprobieren.
Wir lehnen den herrschenden Klima-Diskurs ab, weil er sich ausschließlich auf technische und systemimmanente Scheinlösungen konzentriert, und möchten diesem unsere Ideen eines herrschafts- und hierarchiekritischen Zusammenlebens entgegenstellen.
Wir wünschen uns eine Bewegung jenseits von Parteien und großen Organisationen, die die Klimathematik nicht als Mittel zum Zweck für ihre eigenen Interessen benutzt, sondern die die Überwindung der herrschaftsförmigen Industriegesellschaft mit ihrem Wirtschaftssystem als Voraussetzung für wirklichen Klimaschutz begreift.
Wir lehnen nicht nur die Herrschaft von Menschen über Menschen, sondern auch von Menschen über die Natur ab – dies verstehen wir als Basis von öko-anarchistischer Klimapolitik, die viel Spielraum für Diskussionen bietet.
Gerade diese Sichtweise war auf den „Camps for Climate Action“ in England stark vertreten. Die Dynamik von Teilen dieser Bewegung dient uns als Inspiration für das Barrio auf dem Hamburger Camp und darüber hinaus.
Wir verstehen uns als Ort, an dem auch Menschen willkommen sind, die nicht unsere Ansichten teilen. Wir wünschen uns aber eine Bereitschaft zur konstruktiven Diskussion und zur Hinterfragung der eigenen Standpunkte, frei nach dem Motto: „Fragend schreiten wir voran“.

Tretet mit uns der Zerstörung von Menschen und ihrer Umwelt entgegen! In Hamburg und überall!

Nähere Infos unter: www.klimacamp.org.






Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: